FIFA
Mittwoch 01 Juli 2026, 16:00

Monterreys heimlicher Held als Inspiration für alle ehrenamtlichen Helfer der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026

  • David Ricardo Cruz Bonilla Teil des ehrenamtlichen Helferteams im Monterrey-Stadion bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™

  • Eindrucksvolles Vorbild für Inklusion und Gleichberechtigung dank seinem stets freundlichen Lächeln

  • Schwester Laura: „Als ich David zum ersten Mal hier bei der WM in Monterrey im Einsatz sah, war ich zu Tränen gerührt“

Eine FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ wäre ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer schlicht unmöglich. Das sind Menschen, die ohne jegliche Gegenleistung ihre Zeit, ihre Energie und ihr Herz ins Turnier einbringen.

Das gilt ganz besonders für David Ricardo Cruz Bonilla. Als einer der heimlichen Helden der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ hat sein Einsatz als ehrenamtlicher Helfer im Monterrey-Stadion einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Als Anerkennung für sein Engagement erhielt er einen Mini-WM-Pokal der FIFA.

„Ich liebe den Fussball, weil er meine Leidenschaft ist und das Herz von Monterrey“, schwärmte David mit strahlendem Lächeln. Mit derselben Begeisterung erfüllt er an Spieltagen seine Aufgabe im Team, das vor dem Einmarsch der Spieler für das Ausbreiten der Nationalflaggen auf dem Spielfeld verantwortlich ist.

„Es ist eine wunderbare Aufgabe“, sagte seine Mutter Laura Bonilla. „Sie erfordert viel Koordination, Teamarbeit und Disziplin. Es ist etwas ganz Besonderes, daran mitwirken zu dürfen.“

Doch David ist dabei nicht allein. Stets an seiner Seite stehen zwei der wichtigsten Menschen in seinem Leben – seine Mutter und seine Schwester, die ebenfalls Laura heisst. Das gemeinsame Engagement als ehrenamtliche Helfer hat die drei noch enger zusammengeschweisst und gibt ihnen die Möglichkeit, sich gemeinsam für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen einzusetzen.

„Unser grösster Antrieb war, Menschen mit Down-Syndrom zu vertreten. Damit sie Unterstützung erhalten, muss den Leuten bewusst werden, was sie in der Lage sind, zu leisten“, sagte seine Mutter. „David hat dieselbe Ausbildung erhalten wie ich und alle anderen ehrenamtlichen Helfer und erfüllt seine Aufgabe genauso wie alle anderen. Man merkt kaum, dass er eine geistige Beeinträchtigung hat.“

Davids Schwester Laura Cruz war es, die ihre Mutter und ihren Bruder dazu ermutigte, sich als ehrenamtliche Helfer im Monterrey-Stadion zu engagieren.

„Ich war bereits bei vielen Veranstaltungen als ehrenamtliche Helferin dabei“, erzählte sie. „Vor etwa einem Jahr habe ich David und meine Mutter gefragt, ob sie mitmachen wollen, damit sie erleben können, wie sich so ein Einsatz anfühlt.“

Der Moment, in dem sie David erstmals in seiner Rolle als ehrenamtlicher Helfer sah, wird sie nie vergessen. „Als ich David zum ersten Mal hier bei der WM in Monterrey im Einsatz sah, war ich zu Tränen gerührt. Zu sehen, dass er vor den Augen der ganzen Welt diese Chance erhält, hat mich tief bewegt.“

Für die Familie Cruz Bonilla hat die Austragung der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ in ihrer Heimatstadt weit mehr bewirkt, als sie je zu träumen gewagt hätte.

„Es ist ein unglaubliches Geschenk, als Helferin für die FIFA dabei zu sein“, sagte Davids Schwester. „Wir sind unendlich dankbar für diese Gelegenheit. Es ist die einzige WM, die wir gemeinsam in unserem Land erleben werden. Dass wir das als Familie gemeinsam erleben dürfen, macht es umso spezieller.“

Besonders wichtig ist ihr auch die Rolle von David. „Dass mein Bruder dem Zeremonienteam angehört, bedeutet nicht nur uns sehr viel, sondern ist ein Zeichen für die Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderungen. Wenn auch nur eine einzige Person das wahrnimmt, sendet das bereits eine Botschaft der Gleichberechtigung und Chancengleichheit an die ganze Welt.“

„Ich helfe einfach gern“, sagte ein überglücklicher David.

„Er ist ein Vorbild für alle, und ich bin unglaublich stolz auf das, was er erreicht hat“, ergänzte seine Mutter.

Sein Einfluss reicht weit über seine Familie hinaus. Im Monterrey-Stadion hatte David immer ein Lächeln auf den Lippen. Er wurde von seinen Helferkollegen geschätzt, feierte mit ihnen nach den Zeremonien und teilte hinter den Kulissen besondere Momente und gemeinsame Erinnerungen.

Mit seiner herzlichen Art hat David alle für sich gewonnen. Ana Paula Solano, die Koordinatorin der ehrenamtlichen Helfer in Monterrey, meinte dazu: „Ich möchte David dafür danken, dass er uns immer wieder vor Augen geführt hat, was bei Inklusion wirklich zählt. Es geht nämlich nicht nur darum, besondere Möglichkeiten zu schaffen, sondern sicherzustellen, dass alle Menschen dieselben Chancen erhalten. Es war uns eine Ehre, ihn und seine Mutter in unserem Team zu haben.“

Alle ehrenamtlichen Helfer verdienen Anerkennung und werden während des gesamten Turniers auch entsprechend gewürdigt. Doch manche Geschichten sind aussergewöhnlich. Die FIFA hat das Projekt „Heimliche Helden der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™“ ins Leben gerufen, um den Mut, die Selbstlosigkeit und die Entschlossenheit jener Menschen zu würdigen, die über das Alltägliche hinausgehen und alle um sich herum inspirieren. Sie sind die wahren Helden des Turniers.