Zehn Nationen aus fünf Konföderationen bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ im San-Francisco-Bay-Area-Stadion im Einsatz – im Schnitt 68 558 Zuschauer pro Spiel, gleichbedeutend mit einer Auslastung von 99,6 % bei den sechs Spielen
Ausgelassene Stimmung beim 2:0-Sieg der USA gegen Bosnien und Herzegowina im Sechzehntelfinale zum Abschluss
Fussballspektakel von Nachwuchstalenten und arrivierten Stars vor grossartiger Kulisse im atemberaubenden Stadion
Inmitten des ausgelassenen Jubels des US-Teams verabschiedete sich das San-Francisco-Bay-Area-Stadion nach sechs unvergesslichen Spielen von der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™.
Das beeindruckende Stadion, in dem normalerweise die San Francisco 49ers aus der NFL zu Hause sind, war bei jedem Spiel nahezu ausverkauft. Pro Spiel kamen im Schnitt 68 588 Zuschauer, womit die Kapazität des Stadions bei den sechs Spielen zu 99,6 % ausgelastet war. Die Zahlen zeigen, wie sehr das Turnier und die Mannschaften die Menschen begeistern.
Im letzten Spiel in San Francisco besiegten die USA Bosnien und Herzegowina mit 2:0 (dank Toren von Folarin Balogun und Malik Tillman). Noch lange über den Schlusspfiff hinaus sangen die begeisterten Fans John Denvers „Take Me Home, Country Roads“.
Während sich das US-Team nun auf das Achtelfinale am 6. Juli gegen Belgien in Seattle (Washington) konzentriert, verabschiedet sich die WM aus San Francisco. Während 19 Tagen begeisterte hier ein fröhliches und mitreissendes Fussballfest mit zehn Nationalteams aus fünf der insgesamt sechs Konföderationen.
Die WM war in San Francisco von Anfang an ein Publikumsmagnet. Das erste Spiel der Gruppe B am 13. Juni zwischen Katar und der Schweiz lockte nicht weniger als 67 966 Fans an. Unter ihnen weilte auch FIFA-Präsident Gianni Infantino, der sich sehr über das vollbesetzte Stadion freute: „Es war eine herrliche Kulisse. Das Ergebnis war für einige überraschend – für andere wohl nicht.“
Das Spiel endete 1:1, nachdem Breel Embolo die Schweiz in der ersten Halbzeit per Strafstoss in Führung gebracht und Katar durch ein Eigentor von Miro Muheim in der Nachspielzeit zum Ausgleich kam und so seinen ersten Punkt bei einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ gewann.
Drei Tage später folgte Österreichs WM-Comeback nach 28 Jahren. Vor 68 527 Zuschauern feierte die Mannschaft einen 3:1-Sieg gegen WM-Debütant Jordanien, der von seinen Fans frenetisch angefeuert wurde. Ali Olwan verewigte sich in dieser denkwürdigen Partie als erster jordanischer WM-Torschütze.
Vor ausverkaufter Kulisse besiegte Paraguay am 19. Juni die Türkei mit 1:0. Matías Galarza traf bereits nach 64 Sekunden und sorgte damit für das schnellste Tor des diesjährigen Turniers. In Erinnerung von diesem Spiel bleibt aber auch der Marsch der türkischen Fans zum Stadion, der eindrucksvoll zeigte, was Fussballbegeisterung ausmacht.
Auch drei Tage später herrschte wieder eine grossartige Stimmung, als Algerien gegen Jordanien vor 68 371 Besuchern einen Rückstand aufholte und mit 2:1 siegte. Es war Algeriens erster Sieg bei einer WM nach einem Rückstand.
Die Gruppenphase endete am 25. Juni mit dem zweiten ausverkauften Spiel, bei dem sich Paraguay und Australien vor 68 827 Zuschauern mit 0:0 trennten. Lucas Herrington spielte gegen Paraguay durch und war mit 18 Jahren und 293 Tagen der erste Teenager, der für Australien in einem WM-Spiel in der Startelf stand, und der jüngste Spieler einer AFC-Mannschaft in der Turniergeschichte. Mit diesem Punkt sicherte sich Australien als Zweiter der Gruppe D den Einzug ins Sechszehntelfinale.
Edin Džeko aus Bosnien und Herzegowina avancierte mit 40 Jahren und 106 Tagen derweil zum ältesten Feldspieler, der in der K.-o.-Phase einer WM zum Einsatz gekommen ist. Er übertraf damit den Portugiesen Pepe, der 2022 in Katar im WM-Viertelfinale gegen Marokko 39 Jahre und 287 Tage alt war.
Trotz der Niederlage im letzten Spiel im San-Francisco-Bay-Area-Stadion, dem auch der FIFA-Präsident beiwohnte, hatte die von Džeko angeführte Mannschaft einen Meilenstein erreicht. Erstmals überhaupt stand Bosnien und Herzegowina in der K.-o.-Phase der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™.
Die San Francisco Bay Area war zum zweiten Mal Schauplatz einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™, nachdem 1994 im Stanford-Stadion auf dem Campus der Stanford University sechs WM-Spiele ausgetragen worden waren. Dieses Stadion lieferte 1999 bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ auch den Rahmen für den Halbfinalsieg der US-Frauen gegen Brasilien auf dem Weg zu ihrem zweiten Titel.
Für das San-Francisco-Bay-Area-Stadion und eine neue Generation von Fans war es die WM-Feuertaufe, die noch lange in Erinnerung bleiben wird.